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Die Geschichte zweier Jungen aus konträren sozialen Verhältnissen, die beide Defizite haben und sich gegenseitig helfen können.

Zuerst betrachtet Beule den Neuen in der Klasse mit Misstrauen: Teure Klamotten, Brille, eher ein Hänfling – viel wird nicht mit ihm los sein. Aber beide sind Einzelgänger, das verbindet. Beule, schnoddrig, selbstbewusst und als Einzelkämpfer akzeptiert, beschützt Tommy vor einer Schulgang und entdeckt zusammen mit ihm sogar deren Versteck in einer verlassenen Fabrik. Bei Tommy zu Hause lernt er eine unbekannte Welt kennen, in der Geld offenbar keine Rolle spielt. Das alte Gartenhaus wird zur "Südseeinsel" für die beiden – und zum Versteck für Beule, als er nach einer Dummheit von zu Hause wegläuft. Tommy setzt sich für den Freund ein und schafft es, dass man ihm wieder vertraut: zu Hause und in der Schule.

Pressestimmen

"Der Gefahr, hier den pädagogischen Zeigefinder empor zu strecken, erliegt Wolfgang Bittner glücklicherweise nicht, ebenso wenig wie bei dem TV-Film..." (Rheinischer Merkur)

"Wolfgang Bittner setzt zwei Lebenswelten gegeneinander, belässt es aber nicht dabei, sondern findet immer neue Schnittpunkte." (Badische Neueste Nachrichten)

"Was zuerst noch ein Schmunzeln auslöst, entwickelt sich zum dramatischen Höhepunkt... Über den sozialen Graben hinweg entwickelt sich dabei eine Freundschaft, in der Tommy und Beule Verantwortung füreinander übernehmen." (Eselsohr)

"Fahrradklau, eine verlassene Fabrik, Glatzen mit Lederjacke und Springerstiefeln. Das sind die ersten Hindernisse, die Tommy und Beule auf ihrem Weg zueinander überwinden müssen..." (Stuttgarter Zeitung)

Leseprobe

Es hatte geklingelt. Beule kam allein vom Hof her über den Flur. Er war wütend, weil sich Tommy die ganze Pause über mit Arzu und Susanne unterhalten hatte. Er boxte gegen die Jacken, die an der Wand hingen.

Was war das? Er blieb stehen und blickte sich um. Niemand war zu sehen. Einen Moment zögerte er noch; dann nahm er rasch das Portemonnaie, das er ertastet hatte, aus der Jackentasche. Ein rotes Lederportemonnaie in der Form eines Herzens. Er ließ es in seine Hosentasche gleiten.

Als sich einige Mitschüler näherten, ging er an der offenen Tür, die zum Klassenraum führte, vorbei zur Toilette. Dort versteckte er seine Beute hinter einem Spülkasten. Um keinen Verdacht zu erregen, nahm er sich nicht einmal die Zeit nachzuschauen, ob es sich gelohnt hatte. Als sei nichts geschehen, ging er ins Klassenzimmer, setzte sich auf seinen Platz, holte einen Comic hervor und begann zu lesen.