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Formelhaft Erstarrtes im christlichen Glauben beginnt durch ungewohnte Sichtweisen wieder zu leben. Versteckte Botschaften in alten Kirchenbildern erschließen sich. Dabei erfahren Gleichnisse und andere Bibeltexte einen erweiterten Deutungsspielraum. 

Beginnend mit dem Weihnachtsmythos vom im Stall geborenen Kind, werden biblische Geschichten – auch durch genaues Betrachten von Bildern – auf eine andere Ebene gehoben. Wendungen wie „unbefleckte Empfängnis“ gewinnen einen neuen Sinn. Mit zunehmendem Verstehen beginnen Bilder zu sprechen; bekannte und weniger bekannte Textpassagen des Alten und des Neuen Testaments können ihren Symbolgehalt entfalten. Und zwischen Entdecktem und Entstaubtem finden sich Fäden, die spirituelles Christentum mit anderen Religionen und Philosophien verbinden.

Die gewonnenen Einsichten können zum Erwachsenwerden im Glauben beitragen. Ebenso wie die Kunstwerke sind die Beobachtungen, Interpretationen und Argumente in der Lage, bei Christen, die sich von der Kirche abgewandt haben, neues Interesse zu wecken. Zugehörige anderer Religionen und Menschen, die mit Glaubensinhalten bisher kaum Berührung hatten, bekommen die Möglichkeit, Verständnis für den Sinn des Christentums zu entwickeln.

Stimmen zum Buch

Der Theologe Prof. Dr. Hermann Häring (ein Wegbegleiter von Hans Küng) schreibt zum Manuskript:

Das wird ein wichtiges Buch, weil es den LeserInnen mit viel Sachkunde, genauen Darlegungen und in ausgewogener Weise eine Dimension eröffnet, die uns in der Regel verschlossen bleibt, da sie über viele Jahrhunderte verdrängt wurde.
Ich stimme sehr Ihrem Ansatz zu, der zunächst einen sehr breiten, wenn nicht gar universalen religiösen Ansatz sieht, der verschiedenste Religionen durchzieht, zeitlich auch den biblischen Schriften weit vorausgeht und nie einfach überholt ist. Daraus ergibt sich für Sie, dass Sie auch Geschichte und Gestalt Jesu zunächst in diesen breiten religiösen Sprach- Symbolstrom stellen. An manchen Stellen lassen Sie erkennen, dass Sie die –bedachtsam ausgelegte – Historizität Jesu nicht ausschließen. Was er aber tat, sagte und wie er interpretiert wurde, ist von den gängigen exegetischen Methoden noch lange nicht ausgeschöpft.
Mir kommt der Weg, den Sie gehen, als eine unabdingbare Ergänzung und Vertiefung biblischer Texte vor. Darin steckt auch Ihre Entdeckung, dass religiöse Botschaften die Grenzen der spezifisch christlichen weit überschreiten. Diese Entdeckung ist heute sehr wichtig, weil vielen Menschen nicht einfach der christliche Glaube, sondern die religiöse, humane Basis abhanden gekommen ist, aus der erst bestimmte Religionen und eine gute Religiosität wachsen können. Letztere ist immer vielfältig, plural, weil sie sich immer neu in kulturelle, biographische und soziale Kontexte einnistet.